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Minimum Viable Product: Kundenfeedback sichert Marktnachfrage

Fehlende Marktnachfrage als der Hauptgrund des Scheiterns

Wussten Sie, dass die meisten Startups innerhalb der ersten zwei Jahre scheitern? Und das, obwohl das Startup-Klima in Deutschland eine Hochsaison feiert und die Gründungsquote im vergangenen Jahr wieder gestiegen ist. Nun sind wir alle soweit, sowohl aus Erfolgen als auch aus Fehlern zu lernen. Inzwischen werden die zwei wichtigsten Gründe für das Startup- Scheitern genannt:
 

  • Fehlende Marktnachfrage

  • Geldmangel
     

Es ist einfach so, dass sich die meisten Produkte, einmal auf dem Markt angelangt, als nicht ausreichend lebensfähig erweisen - die Marktnachfrage fehlt. Das Problem liegt gar nicht bei der Qualität, Ausarbeitung oder Planung. Der Markt entwickelt sich einfach inzwischen so schnell, dass selbst Probleme eine kurze Lebensdauer vorweisen. Genauso ergeht es Produkten, die die Lösungen für diese Probleme bieten. Ein kurz entflammtes Interesse an dem Produkt erlischt demzufolge, noch bevor sich die Entwicklung auszuzahlen beginnt. Das Produkt ist da, aber die Marktnachfrage nicht mehr.


Na, wenn das nicht ein Problem ist, dass nach einer guten Lösung verlangt!
 

Diese Lösung gibt es, und sie ist überraschend einfach. Das Produkt muss schneller auf den Markt gebracht werden. Es muss seinen Verbraucher viel schneller erreichen und zwar schneller, als es der herkömmliche Entwicklungszyklus erlaubt. Ob das funktioniert? Ja, es funktioniert mit dem Konzept eines minimal funktionsfähigen Produktes, auf Englisch MVP-Konzept.

 

Das MVP-Konzept im Einsatz

Die Grundidee ist einfach: Das Produkt muss gar nicht fertig aufpoliert werden, bevor es auf den Markt kommt. Bei jedem Produkt gibt es ein bestimmtes Niveau, ab dem es ausreichend funktionsfähig ist, um ein (noch) existierendes Problem zu lösen.  Zu diesem Zeitpunkt ist ein Produkt auch markttauglich und es wird herausgebracht - zunächst, um die Marktnachfrage zu testen. Gleichzeitig werden die Monetarisierung und das Marketing in Gang gesetzt, und die Einnahmen können wieder in die Entwicklung fließen.   
 

Was als Nächstes passiert, ist einfach genial.
 

  • Das Produkt gelangt auf den Markt.
  • Dort zieht es die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich.
  • Es sammelt sich eine Anzahl von Followern, die zur gleichen Zeit aktive Nutzer werden.
  • Sie alle geben Ihr Input zur Idee und zur Funktionalität.

 

So entstehen ein Testlabor und ein Brainstormingteam zugleich. Auf diese Weise werden die Kunden, deren Gewinnung sonst so wichtig ist, gleich zu Mitgestaltern des Produktes. Und das, was die Kunden selbst mitgestalten, wird ihnen auch garantiert gefallen.

 

Wie das MVP-Konzept in der Praxis funktioniert

Wie es in der Praxis funktioniert, kann man gut am Beispiel eines bekannten Freizeitportals aus Düsseldorf erklären. Actify wurde zuerst als Minimal Viable Product in einer Web-Version ausgearbeitet. Nachdem das Produkt auf den Markt kam, hat sich schnell herausgestellt, dass die meisten Kunden das Portal auf mobilen Geräten abrufen. Also los ging es mit der Ausarbeitung mobiler Lösungen: Apps für Android und iOS. Auf diese Weise hat man von Anfang an nur die Funktionen entwickelt, die bei den Kunden beliebt wurden. Die Entwicklung wurde von keinen unnötigen Ausgaben belastet und konnte zügig vorangehen.
 

Ein ähnliches Verfahren bietet sich jedesmal an, wenn Sie eine IT-Lösung als Produkt anbieten. IT-Lösungen sind sehr entwicklungsfähig. Wenn richtig ausgearbeitet, können sie immer erweitert, nachgerüstet oder modernisiert werden. Daher empfiehlt es sich, eine solche Lösung so schnell wie möglich auf den Markt zu bringen - und zwar als MVP Produkt. An dieser Stelle fügen wir kurz ein, was ein MVP Produkt nicht ist. Ein MVP Produkt ist
 

  • kein minderwertiges Produkt und

  • keine abgespeckte Version des Original-Produktes.
     

Die beiden Punkte sind wichtig zu verstehen, falls Sie sich für ein MVP-Konzept entschließen. Eine kurze Entwicklungszeit bedeutet nicht, dass technische Mängel erlaubt sind. Ein MVP Produkt ist von Anfang an maximal benutzerfreundlich, sonst wird es auf den Markt nicht schaffen. Ein richtiges MVP bedeutet ein schlankes und schlüssiges Konzept mit dem Potenzial, das sich erst auf dem Markt völlig entwickelt. Das Endergebnis kann von der ursprünglichen Vision der Gründer abweichen, aber es wird auf dem Markt erprobt sein.

 

Was bietet das MVP-Konzept für die Markteinführung noch

Das MVP Konzept bietet noch eine wichtige Absicherung, die die Markteinführung erleichtert. Nicht jedes Konzept bedeutet eine brauchbare Lösung. Was ist, wenn die Benutzer die Idee doch nicht so toll finden, wie es von dem Gründer gedacht wurde? Nun, Sie werden es gleich merken und zwar, bevor Sie am Ende Ihrer Ressourcen angelangt sind. Wenn das Produkt gar keine oder wenige Kunden findet, muss man das Konzept selbst gründlich überdenken. Bei dem MVP Produkt ist es nicht schwierig: Hätte das Freizeitportal gleich am Anfang keine Benutzer gefunden, hätte man überlegen können, ob das Ganze nicht anders aussehen sollte.
 

Wenn Sie also eine Idee haben und sich nicht sicher sind, ob diese Idee zu einem Markterfolg wird - brauchen Sie nicht mehr lange herumraten. Probieren Sie es mit dem Minimal Viable Product, und lassen Sie den Kunden an ihrem Produkt mitwirken! So macht die sonst befürchtete  Markteinführung wirklich Spaß.

 

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